Gemeinsam günstiger Fliegen – aber anders als bisher!

Keine neue Idee, aber einleuchtend. Jeder Fliegerclub und jede traditionelle Haltergemeinschaft basieren darauf, durch gemeinsame Nutzung die Fixkosten für die einzelne Flugstunde zu reduzieren.

Will also WeFly das Rad neu erfinden? Natürlich nicht; aber wir wollen für das moderne Flugzeug auch die passende Lösung bieten. Um mit einem Bild zu sprechen: Wir haben des Rad der Postkutsche durch ein Leichtmetallrad mit Gummibereifung ersetzt.

Was stört viele Piloten und potentielle Piloten an einem Fliegerclub? Oft sind es die eingefahrenen Strukturen. Fast immer ist es die sehr eingeschränkte Verfügbarkeit der Flugzeuge, die meist nur stundenweise gegeben ist. Eine Buchung über mehrere Tage erfordert in vielen Clubs eine Genehmigung durch den Vorstand, Urlaubsflüge sind fast unmöglich. Bevor Sie in einen Fliegerclub eintreten, sollten Sie fragen, wie viele Mitglieder rechnerisch auf ein Flugzeug kommen. Sie werden staunen! Die Möglichkeit, IFR zu fliegen ist in den meisten Clubs nicht gegeben. Modernes Fluggerät gibt es viel zu wenig.

Dann doch lieber die traditionelle Haltergemeinschaft? Wir raten zur Vorsicht!

Man muß sich bewusst machen, daß die übliche Haltergemeinschaft de facto eine GbR, sprich eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist. Jeder Gesellschafter haftet bei dieser Gesellschaftsform voll auch für das, was ein anderer Gesellschafter tut oder lässt. Bei einem alten Flugzeug mit einem Wert von 30.000 e mag das noch akzeptabel sein. Bei einem Flugzeugwert zwischen einer viertel und einer halben Million Euro ist dieses Risiko sehr hoch.

Für den Fall eines grob fahrlässig verursachten Flugzeugschadens entstehen ebenfalls Probleme – leider nicht nur für den Verursacher, sondern für alle Gesellschafter der GbR.

Für diejenigen Gesellschafter, die das Flugzeug beruflich und privat nutzen, ist es meist unmöglich, für berufliche Flüge mehr als die Kraftstoffkosten und Landegebühren abzusetzen.